TSV Midlum auf Neuwerk: Abschied von der Küchenchefin Strehle
Auf Neuwerk gehen Ferien durch den Magen: Hannelore Strehle und ihr Küchenteam zaubern für die Kinder der Inselfreizeit des TSV Midlum Gyros, Kartoffelsuppe, Burger und mehr – seit mehr als einem halben Jahrhundert. Jetzt heißt es Abschied nehmen.
Ein Rückblick mit Tränen: Bereits Mitte der 1970er-Jahre hat Hannelore Strehle die Verpflegung für das Jugendzeltlagerdes TSV Midlum organisiert. Über die Jahre sind dabei immer wieder Erinnerungsfotos entstanden. Foto: Leuschner
Hannelore Strehles Gespür für die Lieblingsgerichte von Kindern ist über Jahrzehnte gewachsen: Als Mutter zweier erwachsener Töchter und Großmutter von drei Enkeln weiß die Midlumerin, was junge Feinschmecker begeistert. Den größten Erfahrungsschatz aber hat sie bei den Neuwerk-Freizeiten gesammelt, die sie seit Mitte der 1970er-Jahre begleitet.
Die Touren des TSV Midlum auf die Wattenmeer-Insel vor Cuxhaven sind Kult. 1972 war Manfred Hinners zum ersten Mal mit acht jungen Fußballern des Vereins dort. Binnen weniger Jahre multiplizierte sich die Zahl der Teilnehmer. „Es dauerte nicht lange, da wurde Unterstützung bei der Verpflegung der Kinder gebraucht“, erzählt der Leiter der Neuwerk-Gruppe, Stefan Steffens, der einst selbst schon als achtjähriger Steppke mit dabei war.
Ob mit dem Schiff, dem Wattwagen oder - wie in diesem Jahr - zu Fuß:
Die Neuwerkgruppe des TSV Midlum war schon auf (fast) allen Wegen zur Insel unterwegs. Foto: Steffens
Eine, die sich für das damals vierköpfige Küchenteam meldete, war Hannelore Strehle. Die Ansprüche an die Verpflegung auf der Zeltwiese seien damals noch niedrig gewesen. Zum Standardrepertoire gehörte Erbsensuppe. „Aber auch Eiersalat und Butterkuchen“, sagt Strehle und lacht.
Doch die Ansprüche wuchsen – und mit ihnen der logistische Aufwand. Die kleinen Gaskocher wichen großen Kesseln, Riesenpfannen und Kühltruhen, die Helfer Jahr für Jahr einige Tage vor der Ankunft per Trecker auf die Insel bringen und zusammen mit den Zelten auf einer Wiese auf dem Hof der Familie Griebel aufbauen. Bei der Anreise ist dann alles bereit.
99.000
Mahlzeiten haben Hannelore Strehle und ihr Küchenteam in über 50 Jahren organisiert und zubereitet.
Für Strehle und ihr Team ist das ein logistischer Kraftakt: Für mehr als 100 Kinder und Erwachsene müssen Lebensmittelmengen berechnet, Speisepläne erstellt, Einkäufe organisiert sowie Portionen gepackt werden. In 52 Jahren kamen so je rund 33.000 Frühstücke, Mittag- und Abendessen zusammen, schätzt Neuwerk-Gruppenleiter Steffens.
In den ersten Jahren habe das Küchenteam die Lebensmittel beim damaligen Inselkaufmann Otto Frers, einem Midlumer, besorgt, erinnert sich Hannelore Strehle. Mittlerweile wird alles bereits in Midlum eingekauft – etwa über den Großhandel und einen Schlachter in der Region. Denn auf der Insel ließen sich so große Mengen gar nicht mehr besorgen. Die Lebensmittel werden eingeschweißt und – zum Teil – tiefgekühlt zur Insel gefahren. „Wir haben auch alle im Blick, die sich vegetarisch ernähren oder nachmittags etwas naschen möchten“, versichert die langjährige Küchenchefin.
Ihre Leistungen ließen sich kaum in Worte fassen, sagt Gunda Feldhusen, die wie Steffens zum Organisationsteam gehört. Den kompletten Einkauf für die sechstägige Freizeit zu organisieren, sei eine Aufgabe, die eine so große Gruppe vor eine besondere Herausforderung stelle.
Hannelore Strehle war perfekt für den Job. Sie wusste aber auch, dass sie sich als Küchenchefin zurückziehen würde, sobald sie eine Nachfolgerin gefunden und eingearbeitet hätte. Als sie Stefan Steffens und ihrem Küchenteam erzählte, dass sie zum letzten Mal für 90 Kinder und 25 Betreuer und Helfer kochte, flossen nicht nur bei der 76-Jährigen selbst Tränen.
Eine Prise Salz und ordentlich Temperament: Hannelore Strehle beim Spaghetti-Kochen im Küchenzelt der Neuwerk-Gruppe des TSV Midlum. Foto: Steffens
„Mehr als ein halbes Jahrhundert hat Hannelore die Jugendfreizeit geprägt und Generationen von Kindern begleitet. Für viele war sie weit mehr als eine Organisatorin – sie war eine gute Seele und ein Mensch, der mit seinem herzlichen Lachen und seiner liebevollen Art jede Freizeit bereichert hat“, würdigt Steffens den Einsatz der Midlumerin.
Mit ihrem Abschied ende eine Ära in der Geschichte der Neuwerk-Freizeit des TSV Midlum, sind sich Feldhusen und Steffens einig. Was bleibt, sind unzählige Erinnerungen und die Gewissheit, dass Hannelore Strehle die Jugendfreizeit auch in Zukunft, etwa beim Spendensammeln auf dem Midlumer Markt, unterstützt.
Und wie wird sie die Neuwerk-Freizeit der Midlumer im kommenden Jahr erleben? „Ich fahre endlich mal als Besucherin auf die Insel.“
Quelle: Nordsee-Zeitung Bremerhaven 28.08.2026
Kein Spiel verloren: Tischtennisjugend aus Midlum und Holßel dominiert
So sehen Sieger aus: Die Spieler der drei Jugendmannschaften haben jeweils den 1. Platz in ihrer Klasse geholt. Unterstützt werden sie von Tischtennis-Fachwart Christian Stöckler (rechts) und der TSV-Sportwartin Steffi Groß, die das Maskottchen „Flash“ in die Höhe hält. Foto: Stehn
Steffi Groß, Sportwartin des TSV Midlum, hat Großartiges zu berichten. Die Jugendmannschaften der Spielgemeinschaft Holßel/Midlum haben in dieser Tischtennissaison drei Kreisklassen für sich entschieden. von Hermann Stehn 1. Mai 2026
Die Mannschaften unter „Jugend19“ errangen jeweils den 1. Platz in der 1., 2. und 3. Kreisklasse. „Sie haben kein einziges Spiel verloren“, sagt Groß. Zusätzlich holten Mika Themann, Milo Groß und Kirac Ergin den 1. Platz beim Kreispokal. Mika Themann (13) aus Midlum gilt als bester U15-Spieler im gesamten Landkreis Cuxhaven. Er beschreibt, was ihn begeistert: „Mir gefällt beim Tischtennis die Gemeinschaft im Verein und bei den Punktspielen die Koordination mit den Partnern beim Doppel und bei Zwei gegen Zwei.“
Auch bei zahlreichen Turnieren in der Elbe-Weser-Region waren alle drei Mannschaften erfolgreich. Groß augenzwinkernd: „Vielleicht hat unser Maskottchen Flash ja dazu beigetragen.“ Das Maskottchen ziert mittlerweile auch die Trikots. Die Motivation der Spieler wird durch Aktivitäten außerhalb des Spielbetriebs gestärkt – so etwa durch einen fünftägigen Zeltausflug über Himmelfahrt in Hemmoor.
2022 startete der TSV Midlum gemeinsam mit dem TSV Holßel eine Spielgemeinschaft. Die Spieler kommen aus der näheren Umgebung, darunter Dorum, Spieka, Nordholz, Mulsum und Holßel. Tilda (8) ist aktuell die jüngste Tischtennisspielerin im TSV Midlum. (stn/mcw)
Quelle: Nordsee-Zetung Bremerhaven 01.05.2026
Jubiläum lockt mehr Teilnehmer an
50. Auflage des Silvesterlaufs des TSV Midlum

Der Silvesterlauf des TSV Midlum erlebte am letzten Tag des Jahres 2025 seine 50. Auflage.
Zum Jubiläum gingen deutlich mehr Läuferinnen und Läufer an den Start. Bei den Siegern gab es bekannte Gesichter.
Gemeindebürgermeister Jörg-Andreas Sagemühl schickte 160 Amateursportler am Dorumer Bahnhof auf die Strecke. Im Vorjahr
waren es in allen Altersklassen nur 93 gewesen. Bis dahin hatte es mehr oder weniger stark geregnet. Für Jorge aus Midlum kein
Problem: „Regen ist flüssiger Sonnenschein.“ Und kaum war er mit Smilla vom Freundesteam aus Dorum auf der sechs Kilometer
langen Strecke, klarte der Himmel auf. Beide rechneten nicht mit einem Sieg: „Wir machen aus reiner Freude mit.“
Hans-Wilhelm Hubert ist mit 86 Jahren der älteste Teilnehmer
Die 14-jährige Emely aus Midlum sah das ähnlich, sie war zum ersten Mal dabei: „Das sind ja nur ein paar Kilometer, Hauptsache man
fängt damit an“. Mit 86 Jahren war Hans-Wilhelm Hubert aus Köhlen der älteste Teilnehmer. „Ich bin erst vor acht Jahren mit dem Sport
angefangen, vorher war ich Fernfahrer“, erzählte er. Da habe er keine Zeit zum Laufen gehabt, weil er unterwegs war. „Als Rentner
wollte ich endlich mal was für die Gesundheit tun.“ Hubert ist seit der Zeit eine feste Lokalgröße bei den Volksläufen im Norden
Niedersachsens. Und zudem das beste Beispiel dafür, dass Sport keine Altersgrenze kennt. Er habe auch am gleichen Tag in der Wingst
starten können, aber das sei ihm dort zu hügelig gewesen.
Ian Kohls (19) aus Wehden hatte zum dritten Mal in Folge „die Nase vorn“ und wurde Gesamtsieger. Knapp zwei Minuten später folgte
ihm Jannes Müller auf Platz zwei.
Bester Midlumer Läufer wurde Florian Clemens als Dritter im Ziel. Theda Stoll erhielt als beste Midlumerin auch einen Pokal.
Die Siegerin bei den Frauen war erneut Vinita Krempel vom TuS Dorum und somit auch die weibliche
Gesamtsiegerin.
Ergebnisse:
Kinder bis 14 Jahre:
Jungen: 1. Julius Goldstein, 2. Jarne Matter, 3. Daniel Maresch.
Mädchen: 1. Emily Kraft.
Jugend 15 - 17 Jahre:
Jungen: 1. Henry Trautmann, 2. Jorge tom Wörden.
Mädchen: 1. Smilla Föhl, 2. Amelie Janz.
Männer 18 - 39 Jahre: 1. Ian Kohls, 2. Jannes Müller, 3. Florian Clemens.
Männer 40 - 59 Jahre: 1. Frank Thoms, 2. Albie van Wyk, 3. Jens Karsten.
Männer über 60 Jahre: 1. Stephan Gerken, 2. Hanke Harms, 3. Uwe Flemmig.
Frauen 18-39 Jahre: 1. Vinita Krempel, 2. Lina Wirth, . 3.Theda Stoll.
Frauen 40-59 Jahre, 1. Monika van Wyk, 2. Manuela Wüst, 3. Claudia Schmidt.
Frauen über 60 Jahre: 1. Iris Burghardt, 2.Petra Holländer, 3. Karin Klose.
Walker: 1. Martina von Döhlen, 2. Rosemarie Hermann, 3. Hans-E. Pach.
Nordic Walker: 1. Gitta Müller, 2.Meike Selke.
Die vollständige Siegerliste 2025 hier
Quelle: Nordsee-Zeitung 3.1.2026 - Hermann Stehn (stn)



